Die kurze Antwort: Ja — mit zwei Regeln, die für fast jede Platte gelten
Die Küchenfrage wird im Beratungsgespräch fast immer mit derselben Sorge gestellt: Hält das den Alltag aus? Die ehrliche Antwort hat zwei Hälften. Die mineralische Mikrozement-Schicht selbst ist hart, druckfest und mit der zweilagigen Versiegelung wasserfest und fleckgeschützt — dem täglichen Kochen, Wischen und Abstellen hält sie über Jahre stand. Die Versiegelung ist aber, wie bei fast jeder modernen Oberfläche, der Punkt, an dem Messerklingen und glühend heiße Topfböden Spuren hinterlassen können.
„Wer direkt auf der Platte schneidet, dem empfehle ich ehrlich einen Naturstein. Allen anderen — und das ist die große Mehrheit — hält die versiegelte Fläche jahrelang stand“, sagt Malermeister Eren Kaya. Schneidbrett und Untersetzer sind dieselben Regeln, die auch für geölte Holzplatten, Verbundwerkstoffe und die meisten Steinarten gelten; Mikrozement ist hier nicht empfindlicher als der Marktdurchschnitt, aber er ist auch nicht unverwundbar — und genau so soll die Entscheidung getroffen werden.
Dafür bekommt die Küche etwas, das kein Plattenwerkstoff bietet: eine durchgehende Fläche ohne einen einzigen Silikon- oder Mörtelstoß. Arbeitsfläche, Kante und Spritzschutz gehen nahtlos ineinander über — es gibt keine Fuge, in der sich Fett, Kalk oder Schimmel festsetzen können.





