Die kurze Antwort: kleine Trockenflächen ja, der Rest nein
Ob Mikrozement als DIY-Projekt funktioniert, hängt fast vollständig von der Fläche ab. Eine kleine Akzentwand, eine Nische oder eine Möbelfront von 1 bis 5 m² in einem trockenen Raum kann ein handwerklich geübter Heimwerker mit Spachtel-Erfahrung selbst beschichten — vorausgesetzt, er legt vorher eine Probefläche an und akzeptiert, dass das Ergebnis lebendig und nicht industriell perfekt wird.
Sobald aber Wasser, Boden oder Größe ins Spiel kommen, kippt die Rechnung. Bad und Dusche brauchen eine normgerechte Abdichtung (eigenes Gewerk), Böden tragen Möbel- und Lauflast und verzeihen keine Schichtfehler, und große Flächen verlangen ein zügiges, gleichmäßiges Arbeiten über die ganze Fläche „nass in nass“ — das gelingt ohne Routine selten ohne sichtbare Ansätze.
Kurz: Für eine mutige, kleine Trockenfläche darf man es versuchen. Für alles, was dicht, belastbar oder großflächig sein muss, ist der Profi nicht Luxus, sondern die wirtschaftlichere Entscheidung.





