Warum eine Stufe mehr kostet als ein Quadratmeter Boden
Der generelle Einstieg ins Cemher-System liegt bei 200 €/m² — das gilt für zusammenhängende, ebene Flächen. Eine Treppe ist das Gegenteil davon: Jede Stufe besteht aus zwei Flächen (Tritt und Setzstufe), die in einer Kante zusammenlaufen, dazu kommen Wangenanschlüsse, oft ein Podest und der Übergang in den angrenzenden Boden. Flächig gerechnet landet man deshalb bei 280–360 €/m² — pro Stufe gedacht bei den genannten 150–250 €.
„Eine Treppe ist die ehrlichste Fläche im Haus: Jede Stufe wird tausendfach an exakt derselben Stelle betreten. Deshalb entscheidet die Kante über die Qualität, nicht die Fläche“, sagt Malermeister Eren Kaya. In der Kalkulation heißt das: Der Aufpreis gegenüber dem Boden fließt fast vollständig in Detailarbeit — Kantenausbildung mit Gewebe, sauberer Zwischenschliff an jeder einzelnen Stufe, präzise Anschlüsse.
Zum Vergleich lohnt der Blick auf die Alternativen: Neue Massivholz- oder Steinstufen inklusive Demontage der alten Beläge liegen schnell beim Doppelten, und sie bringen mit, was Mikrozement gerade vermeidet — Abbruch, Schutt und tagelang gesperrte Stockwerke.





