Die kurze Antwort: innen ja, außen nein
Mineralischer Mikrozement bindet über Zement ab; Grundierung und Versiegelung trocknen physikalisch oder reagieren chemisch aus. Alle drei Vorgänge brauchen Wärme und Luft, die Feuchte aufnehmen kann. Unter etwa 10 °C verlangsamen sie sich deutlich, bei Frost stoppen sie — und eine Lage, die zu langsam abbindet, wird weder fest noch gleichmäßig. Faustregel: Untergrund und Raumluft während Verarbeitung und Trocknung nicht unter rund 10 °C, besser 15 bis 22 °C.
In einem beheizten Tiroler Haus ist das kein Problem — ein Bad im bewohnten Bestand hat ohnehin 20 °C. Kritisch sind unbeheizte Neubauten, Ferienhäuser, die nur zum Termin aufgeheizt werden, und Rohbauten ohne Fenster. Außen ist die Antwort einfach: Terrasse, Balkon und Fassade werden zwischen November und März nicht beschichtet; Frost in der Nacht nach der Verarbeitung würde eine nicht ausgehärtete Lage zerstören. Mehr dazu im Ratgeber „Mikrozement auf Terrasse & Balkon“.





